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Was ist ein ETF?

Was ein ETF ist, wie er einen Index nachbildet und was Streuung und Kosten bedeuten - einfach erklärt für Kinder und Jugendliche von 5 bis 17.

Für welches Alter?

Passives Investment.

Passives Investment.

ETFs bilden Märkte ab — meist mit niedrigen Kosten und hoher Transparenz.

Eine Aktie, in der viele Firmen stecken

Du willst nicht nur die Bäckerei besitzen. Du willst ein Stück von vierzig großen Firmen auf einmal. Eine einzelne Aktie jeder Firma zu kaufen wäre teuer und umständlich.

Ein ETF ist genau so ein Paket. Du kaufst einen Anteil an der Börse, zu Handelszeiten, wie eine Aktie. Drin stecken viele Firmen, meist im gleichen Mischungsverhältnis wie ein bekannter Index, zum Beispiel der DAX. Steigt diese Liste um 1 %, steigt dein Paket fast genauso.

Der Anbieter kauft die Aktien der Liste dafür wirklich. Das Geld im Paket gehört den Leuten, die Anteile haben, nicht der Firma, die den ETF anbietet. Geht diese Firma pleite, bleibt das Paket trotzdem da.

Streuung: Das wichtigste Argument

Wer nur eine Aktie hat, hängt vom Schicksal einer Firma ab. Wer einen ETF hat, hängt vom Schicksal vieler Firmen ab. Das nennt man Diversifikation.

Ein Korb oder viele?

Alle Eier in einen Korb — oder aufteilen? Tippe auf „Etwas geht schief“.

Übrig: 100 % — noch alles da.

Streuung senkt das Einzelrisiko, also die Gefahr, dass eine einzelne Firma alles verdirbt. Sie senkt nicht das Marktrisiko: Bricht der gesamte Aktienmarkt ein, fällt der ETF mit.

Was kostet ein ETF?

ETFs haben laufende Kosten. Sie heißen Gesamtkostenquote (englisch: TER) und werden in Prozent pro Jahr angegeben. Bei großen Index-ETFs sind das oft deutlich weniger als 0,5 % im Jahr. Dazu kommen Kosten beim Kauf und Verkauf, etwa Gebühren des Brokers. Je geringer die Kosten, desto mehr bleibt vom Ertrag übrig.

ETF und aktiver Fonds

ETF (passiv)

  • Bildet einen Index nach.
  • Keine Auswahl durch Manager.
  • Meist niedrige Kosten.
  • Ergebnis ähnelt dem Markt.

Aktiver Fonds

  • Manager wählen Aktien aus.
  • Ziel: besser als der Markt.
  • Meist höhere Kosten.
  • Gelingt oft nicht auf Dauer.

Studien zeigen, dass viele aktive Fonds über lange Zeiträume ihren Vergleichsindex nach Kosten nicht übertreffen. Das ist ein Grund für die Beliebtheit von ETFs.

Grenzen

  • Kein Schutz vor Verlusten: Ein Weltindex-ETF kann in Krisen um 30 bis 50 % fallen.
  • Nicht jeder ETF ist gleich: Es gibt ETFs auf Rohstoffe, einzelne Branchen oder mit riskanten Konstruktionen. Man sollte vor einem Kauf wissen, was drinsteckt.
  • Kein Zeitpunkt ist sicher: Auch bei ETFs kann es lange dauern, bis sich Verluste erholen.

Mini-FAQ

  • Ist ein ETF automatisch sicher, weil viele Firmen drin sind? Nein. Er ist breiter gestreut als eine Einzelaktie, aber der ganze Markt kann fallen.

  • Was bedeutet „thesaurierend“ und „ausschüttend“? Ein ausschüttender ETF zahlt Dividenden aus. Ein thesaurierender legt sie automatisch wieder an.

  • Wer sollte mir sagen, welchen ETF ich nehme? Das entscheiden Erwachsene mit unabhängiger Beratung. Dieser Text erklärt nur, was ein ETF ist, und ist keine Empfehlung.

Kurz-Quiz

Was senkt ein breit gestreuter ETF im Vergleich zu einer Einzelaktie am ehesten?