Mehr Treibhausgase lassen weniger Wärmestrahlung sofort entweichen. Gemessen ist ein Anstieg von etwas über 1 Grad.
Licht hin, Wärme her
Die Sonne wärmt den Boden. Der Boden gibt Wärme wieder ab. So bleibt es auf der Erde nicht immer heißer und nicht eiskalt.
In der Luft sind Gase, die einen Teil dieser Wärme zur Erde zurückschicken. Das ist wie eine dünne Decke. Mit einer dickeren Decke bleibt mehr Wärme da. Der Boden wird im Mittel wärmer.
Menschen verbrennen Kohle, Öl und Gas. Dabei kommt mehr von diesen Gasen in die Luft. Die Decke wird dichter. Das ist der Klimawandel: über viele Jahre wird es im Mittel wärmer.
Merksatz
Klima ist das Wetter über lange Zeit. Es wird wärmer, weil weniger Wärme sofort wegkommt.
Was hereinkommt und was hinausgeht
Vereinfachte Energiebilanz. Keine Temperaturvorhersage und keine exakte Gradzahl.
Hereingleich
Hinaus74%
Mehr Gase schicken einen größeren Teil der Wärmestrahlung zurück. Weniger Wärme verlässt die Erde sofort. Die Oberfläche wird im Mittel wärmer, bis der Ausgang wieder zum Eingang passt. Die Prozentzahl ist nur ein Bild für „mehr“ oder „weniger“, keine Messung.
Kurz-Quiz
Was passiert, wenn mehr Wärme bei der Erde bleibt?
Ein Tag ist noch kein Klima
Heute regnet es, morgen scheint die Sonne. Das ist Wetter. Klima ist das Muster über viele Jahre: wie warm die Sommer meist sind, wie oft es stark regnet, wie kalt die Winter werden.
Thermometer, Schiffe und Satelliten messen dieses Muster. Es ist wärmer geworden als im späten 19. Jahrhundert, im Mittel an der Oberfläche um etwas mehr als ein Grad.
Der Grund sitzt in der Energiebilanz. Sonnenlicht kommt an. Die Erde strahlt Wärme ab. Treibhausgase wie Kohlendioxid schicken einen Teil dieser Wärmestrahlung zurück. Beim Verbrennen von Kohle, Öl und Gas und bei manchen Veränderungen von Wäldern und Böden kommt zusätzliches CO2 in die Luft. Dann kommt die Wärme schlechter weg. Die Oberfläche wird im Mittel wärmer, bis wieder gleich viel hinausgeht, wie hereinkommt.
Ein kalter Winter widerlegt das nicht. Er ist ein Tagessatz im Wetter. Das Klima ist der lange Durchschnitt.
Was hereinkommt und was hinausgeht
Vereinfachte Energiebilanz. Keine Temperaturvorhersage und keine exakte Gradzahl.
Hereingleich
Hinaus74%
Mehr Gase schicken einen größeren Teil der Wärmestrahlung zurück. Weniger Wärme verlässt die Erde sofort. Die Oberfläche wird im Mittel wärmer, bis der Ausgang wieder zum Eingang passt. Die Prozentzahl ist nur ein Bild für „mehr“ oder „weniger“, keine Messung.
Kurz-Quiz
Ein kalter Monat ist gemessen. Was sagt das über das Klima?
Die Bilanz auf dem Fensterbrett der Erde
Sonnenlicht erreicht den Boden und das Meer. Die Oberfläche wird warm und sendet Wärmestrahlung ins All. Kommt über Jahre gleich viel Energie an, wie geht, bleibt die mittlere Temperatur stabil. Kommt weniger weg, wird sie steigen, bis die wärmere Oberfläche wieder genug abstrahlt.
Genau diese Verschiebung ist gemessen. Seit dem späten 19. Jahrhundert liegt die mittlere Temperatur an der Erdoberfläche etwas mehr als 1 Grad höher. Klimawandel meint diese Veränderung des langfristigen Musters, nicht das Wetter von Donnerstag.
Der zusätzliche Anteil kommt vor allem von Kohlendioxid aus Kohle, Öl, Gas und aus Landnutzung, dazu Methan und weiteren Gasen. Sie verstärken den natürlichen Treibhauseffekt. Die Sonne hat sich in demselben Zeitraum nicht so verändert, dass sie den Anstieg erklärt. Wie viel es in einer bestimmten Stadt im Jahr 2050 wärmer ist, hängt vom weiteren Ausstoß und von der Lage ab. Dafür gibt es Spannen, keine einzelne sichere Gradzahl.
Was hereinkommt und was hinausgeht
Vereinfachte Energiebilanz. Keine Temperaturvorhersage und keine exakte Gradzahl.
Hereingleich
Hinaus74%
Mehr Gase schicken einen größeren Teil der Wärmestrahlung zurück. Weniger Wärme verlässt die Erde sofort. Die Oberfläche wird im Mittel wärmer, bis der Ausgang wieder zum Eingang passt. Die Prozentzahl ist nur ein Bild für „mehr“ oder „weniger“, keine Messung.
Kurz-Quiz
Warum steigt die mittlere Temperatur, wenn mehr Wärmestrahlung zurückgehalten wird?
Dieselbe Bilanz, mit dem, was feststeht
Die Energiebilanz ist der Mechanismus. Einstrahlende Sonnenleistung und ausgehende Wärmestrahlung müssen im Mittel zusammenpassen. Zusätzliches CO2 und andere Treibhausgase absorbieren einen Teil der Wärmestrahlung und senden ihn auch nach unten. Die Oberfläche und die unteren Luftschichten werden wärmer, die Abstrahlung steigt, bis eine neue Balance steht. Das ist kein undurchsichtiger Deckel und keine einzelne Katastrophenzahl.
Der Anstieg ist gemessen: Der Zeitraum 2011–2020 lag etwa 1,1 Grad über 1850–1900. Die Jahre danach liegen höher. Die Unsicherheit sitzt nicht in der Frage, ob es wärmer wurde. Sie sitzt in regionalen Mustern, in der Stärke einzelner Folgen und darin, welcher Ausstoßpfad als Nächstes kommt. Die Sonnenaktivität erklärt den langfristigen Anstieg nicht. Der zeitliche Verlauf passt zu den Treibhausgasen.
Ein großer Teil der zusätzlichen Energie ist im Ozean gelandet, nicht nur in der Lufttemperatur, die du auf dem Thermometer siehst. Deshalb ist der Meeresspiegel eine Folge der Bilanz und kein separates Rätsel. Zukunftszahlen sind Szenarien: andere Emissionen, andere Spannen. Ein Modell, das dir heute eine exakte Temperatur für eine Stadt nennt, tut mehr, als die Physik hergibt.
Was hereinkommt und was hinausgeht
Vereinfachte Energiebilanz. Keine Temperaturvorhersage und keine exakte Gradzahl.
Hereingleich
Hinaus74%
Mehr Gase schicken einen größeren Teil der Wärmestrahlung zurück. Weniger Wärme verlässt die Erde sofort. Die Oberfläche wird im Mittel wärmer, bis der Ausgang wieder zum Eingang passt. Die Prozentzahl ist nur ein Bild für „mehr“ oder „weniger“, keine Messung.
Kurz-Quiz
Worin liegt die echte Unsicherheit, und worin nicht?