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Wie funktioniert eine Bank?

Was eine Bank macht: Geld aufbewahren, verleihen und bezahlen - einfach erklärt für Kinder und Jugendliche von 5 bis 17.

Für welches Alter?

€Wert durch VertrauenStaat · Banken · Menschen

Einlagen und Kredite.

Banken nehmen Geld entgegen und verleihen es weiter — mit Regeln und Aufsicht.

Was ist eine Bank?

Eine Bank ist ein Unternehmen, das Geld entgegennimmt, verwaltet und weitergibt. Man nennt sie auch Kreditinstitut. Banken sind eine Art Schaltstelle der Wirtschaft: Fast jede Zahlung, die du kennst, läuft irgendwo über eine Bank.

Die drei Aufgaben einer Bank

  1. Verwahren: Du bringst Geld zur Bank, und sie schreibt es auf deinem Konto gut. Dein Geld ist dort sicherer als unter dem Kopfkissen.
  2. Zahlungen abwickeln: Überweisung, Dauerauftrag, Lastschrift, Kartenzahlung, Online-Banking. Die Bank bucht Beträge von einem Konto auf ein anderes.
  3. Kredite vergeben: Die Bank verleiht Geld an Menschen und Firmen, die es gerade brauchen, zum Beispiel für ein Haus, ein Auto oder eine Werkstatt.

Wie verdient eine Bank?

Banken zahlen auf Guthaben oft wenig oder gar keine Zinsen (Habenzins). Für Kredite verlangen sie deutlich mehr (Sollzins). Die Zinsmarge, also der Abstand zwischen beiden, ist ihr wichtigster Verdienst. Dazu kommen Gebühren, etwa für bestimmte Konten oder Kreditkarten.

Verschiedene Arten von Banken

  • Sparkassen gehören meist der Stadt oder dem Landkreis und sind vor Ort bekannt.
  • Genossenschaftsbanken (Volksbank, Raiffeisenbank) gehören ihren Kunden, die Mitglieder werden können.
  • Privatbanken und Direktbanken gehören Unternehmen und arbeiten oft nur online.
  • Die Zentralbank (in der Eurozone die EZB) ist die „Bank der Banken“. Sie versorgt das System mit Geld und legt den Leitzins fest. Normale Kunden haben dort kein Konto.

Warum Banken Vertrauen brauchen

Weil die Bank dein Geld verleiht, liegt nicht alles davon bar im Tresor. Das geht gut, solange nicht alle auf einmal ihr Geld abholen wollen. Wenn viele Kunden gleichzeitig Angst bekommen und alles abheben wollen, spricht man von einem Bank-Run. Damit das möglichst nie passiert, gibt es die Einlagensicherung: Bis 100.000 € pro Kunde und Bank sind in der EU gesetzlich geschützt. Zusätzlich kontrolliert die Bankenaufsicht (in Deutschland die BaFin), ob Banken genug eigenes Geld als Puffer haben.

Sicher im Online-Banking

  • PIN und TAN gehören niemandem außer dir. Keine Bank fragt dich per E-Mail, SMS oder Telefon danach.
  • Vorsicht bei Links in Nachrichten, die angeblich von deiner Bank stammen. Das nennt man Phishing (Datendiebstahl per gefälschter Nachricht).
  • Wenn dir etwas komisch vorkommt, rufe die Bank selbst an, mit der Nummer von der Karte oder der Webseite.

Kurz-Quiz

Wie verdient eine Bank vor allem Geld?